Vor- und Nachteile einer Infrarotheizung

Sie sind auf dem Vormarsch, die Infrarotheizungen. Obwohl sie mit Strom betrieben werden, soll ihre Effizienz überragend sein. Glaubt man den Herstellern, so sind sie ein wichtiger Baustein in der Brennstoffkrise. Trotzdem warnen gerade die Verbraucherschützer von extrem ansteigenden Stromkosten und somit zu einem teuren und warmen Heim.

Wie funktioniert eine Infrarot Heizung?

heating-146210_640Die Infrarotstrahlen, die von dem Heizgerät ausgesendet werden, wärmen nicht die Zimmerluft auf. Nein, sie treffen direkt auf die Menschen bzw. die Gegenstände, die sich im Raum befinden. Während Mensch und Tier direkt warm wird, heizen sich die Gegenstände auf und geben diese Wärme an die Raumluft wieder ab. Die warme Luft steigt also auf, kühlt sich in den oberen Zone wieder ab und sinkt wieder herab und diesen Durchlauf zu wiederholen. So kommt es zu einer permanenten Luftzirkulation. Leider wird auch herumliegende Staub damit aufgewirbelt. Hat sich der Raum jedoch gleichmäßig aufgewärmt, so verlangsamt sich die Zirkulation und so wird weniger Staub verwirbelt.

Teure Wärme

Auch wenn sich dies alles sehr gut anhört, hat die Sache jedoch einen riesengroßen Haken. Denn wie bereits erwähnt, wird die Infrarot mit Strom betrieben. Damit ist bei den heutigen Strompreisen eine große Ausgabe in Haus geholt worden. Zudem darf man den Strommix, der heute im Netz herum geistert alles andere als ökologisch verträglich. Verglichen mit Gas-, Öl- und Holzheizungen ist die Infrarot also eine eher teure und umwelt-belastende Wärmequelle.

Auch der Anschaffungspreis ist nicht so niedrig, wie uns die Werbung immer vorgaukeln möchte. Denn für einen Vier-Personen-Haushalt ist mit einer Größenordnung von rund € 12.000 zu rechnen. Wer diese Art zu heizen tatsächlich für einen längeren Zeitraum nutzen möchte, ist gut beraten, sich parallel dazu auch Angebote für einen normale Gas- / Ölheizung sowie eine Wärmepumpe einzuholen. Auf Dauer gesehen werden diese nicht nur hinsichtlich der Anschaffung, aber auch im jährlichen Verbrauch günstiger sein.

Infrarotheizung als Ergänzung

Als Ergänzung zu einer regulären Heizungsanlage kann die Infrarotheizung sehr gut sein. In Räumen, die immer nur kurzfristig genutzt werden und dann über einen längeren Zeitraum wieder nicht, bietet die Infrarotheizung den besten Effekt. Denn sie wärmt den Raum innerhalb von Minuten aufgrund der direkten Heizstrahlung recht schnell auf. Wird der Raum dann wieder verlassen, wird auch die Infrarotheizung wieder ausgestellt, sodass es zu keinem weiteren Energieverbrauch /-lust kommen kann.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Kombination aus Infrarotheizung und Photovoltaikanlage mit Speicherbatterie. Wer nämlich seinen Strom selber herstellt, hat, abgesehen von den Anschaffungskosten für die Photovoltaikanlage und der Batterie, eine Betriebskosten für die Infrarotheizung. Zumindest für den Sommer oder Regionen, in denen viele Sonnenstunden gesammelt werden können, ist dies ein ausbaufähiger Gedanke.