Kann ein Kaminofen die Gesundheit gefährden?

fire-1030995_640(1)Gemütlich soll es im Winter sein. Aus diesem Grunde haben sich immer mehr Menschen einen Kaminofen zugelegt. Doch gilt es, einige Dinge zu beachten, damit der Befeuern eines Kamins nicht zu einem gesundheitlichen Risiko werden kann.

Achtung: Kinder

Wer Kinder hat, sollte auf jeden Fall für Vorsichtsmaßnahmen sorgen, damit diese sich nicht durch den heißen Ofen gefährden können. Sie wissen es noch nicht besser und würden den heißen Ofen tatsächlich mit beiden Händen anfassen wollen, weil es ja so schön warm ist. Hier hilft ein Kinderschutzgitter, das einen guten Abstand zum Ofen bietet und das kleine Kinder nicht einfach öffnen können.

Feinstaub – der stille Killer?

Bei der Verbrennung von Holz entsteht Feinstaub. Zusammen mit dem Feinstaub von Zigaretten und Kerzen wird die Wohnung eine Belastung von Feinstaub erleben, wenn dem nicht ein Staubsauger mit Feinstaubfilter entgegen arbeiten kann. Feinstaub jedoch steht im Verdacht, Ursache für verschiedene Allergien, Asthma und im schlimmsten Fall sogar Lungenkrebs zu sein. Daher ist es wichtig, die Maßnahmen zu kennen, mit denen man das Feinstaubrisiko im Wohnbereich erheblich verringern kann.

Den Kaminofen betreffend beginnt der Kampf gegen den Feinstaub bereits beim Anzünden. So ist es erfahrungsgemäß wesentlich besser, wenn das erste Holz sehr hoch gebrannt wird. Wird der Ofenraum bereits vor dem Anzünden recht voll gepackt, so kann das Holz nicht optimal verbrennen, was wiederum zur Feinstaubbildung führen kann. Daher wird die erste Schicht richtig hoch gebrannt, mit hellen, lodernden Flammen. Hat sich dann auf dem Rost eine Glutschicht gebildet, kann neu und auch mehr aufgepackt werden. Natürlich sollte auch hier die Luftzufuhr so eingestellt sein, dass eine optimale Verbrennung möglich ist. Das bedeutet, dass die untere Luftzufuhr lieber zu hoch als zu niedrig eingestellt sein sollte.

Holz ist nicht gleich Holz

Es wird trockenes Holz mit einer Restfeuchte von maximal 20% benötigt, damit ein optimales Verbrennen überhaupt möglich ist. Es wurde in Versuchen festgestellt, dass bei einer Erhöhung der Restfeuchte von 14% auf 25% sich die Feinstaubbildung verdoppelte. Eine Zahl, die zu denken gibt. Wer sein Feuer lange brennen lassen möchte, kann hier, wenn sein Ofen dafür zugelassen ist, auch zu Braunkohlebrikett greifen. Sie halten die Glut lange am Leben, sodass man bei Bedarf den Ofen noch einmal mit Holz hochfeuern könnte.

Der Grenzwert für Feinstaub liegt bei 150 mg pro m³ und bei 4 g Kohlenmonoxid pro m³. Jeder Ofenbesitzer muss die Einhaltung dieser Werte nachweisen können. Gegebenenfalls genügt eine entsprechende Bescheinigung des Ofenherstellers.