Wir alle kennen das Problem der steigenden Energiekosten. Auch wenn die Preise für Öl gerade günstig sind, wird der nächste Anstieg sich nicht vermeiden lassen. Doch gibt es Möglichkeiten, sich dafür zu rüsten. Denn die gesamte Baubranche arbeitet nach wie vor an Konzepten, die Wärmedämmung zu verbessern. Durch diese Trendarbeit ist auch das Passivhauskonzept entstanden.

Was macht das Passivhaus aus?

construction-work-670278_640(1)Das Passivhaus ist unabhängig von einer Zentralheizung. Sonneneinstrahlung, Wärmedämmung sowie innerhalb des Hauses entstandene Wärme werden so optimiert eingesetzt, dass selbst im Winter eine gute Temperierung der Räume möglich ist. Als zweites Kriterium zählt der Heizenergieverbrauch, der bei einem Passivhaus unter 15 kWh liegen sollte. Dieses für viele Menschen utopisch klingende Ziel wird durch verschiedene Technologien erreicht. Unter anderem gehören eine sehr dicke Wärmedämmung, Südausrichtung und sehr gute Fenster zu dem Konzept, in dem jegliche entstandene Wärme gewissermaßen recycelt wird.

Welche Fenster gehören in ein Passivhaus?

Wie auch bei jedem anderen Bauprojekt gilt es im Vorwege, sich gut über die Kunststofffenster zu informieren, Fenster Preise zu vergleichen – selbiges gilt auch für die Hersteller -, um herauszufinden, welche Fenster speziell zu diesem Haus passen. Natürlich tauchen auch die großen Herstellernamen in diesem Zusammenhang auf wie beispielsweise Schüco Fenster.

Wichtig ist die 3-fach Verglasung. Denn bei einem Passivhaus wird ein U-Wert von 0,8 W (K mal m²) gefordert. Bereits durch den Effekt der 3-fach Verglasung entsteht eine sehr gute Wärmedämmung. Dieses Glas sollte zudem wärmereflektierend beschichtet sein. Letztlich hilft der hohe g-Wert dazu bei, dass viel solare Energie in das Haus gelangen kann. Aufgrund der Konstruktion des Passivhauses verbleibt die so eintretende Energie als fast vollständig innerhalb der Räumlichkeiten.

Damit das Fenster aber zu einem Passivhausfenster avanciert, ist auch die Rahmenkonstruktion wichtig. Anstelle der noch üblichen 3 Kammer Systeme wird ein System mit bis zu 6 Kammern verwendet. Entscheidend ist bei der Entscheidung ist der Glasabstandshalter, das Trocknungsmittel und die verschiedenen Dichtungsebenen. Die beste Verglasung ist nutzlos, wenn die Wärme durch den Rahmen entweichen kann.

Von großer Wichtigkeit ist für ein Passivhausfenster die Bestimmung der thermischen Behaglichkeit. Dieser Begriff wurde in der DIN EN ISO 7730 weltweit festgehalten. Es handelt sich gewissermaßen um den Zustand, der mit dem Gefühl der Zufriedenheit in Bezug auf die thermische Umgebung entsteht. Passivhausfenster sind in der Lage, diesen Zustand komplett hervor zurufen. In diesem Zusammenhang tauchen auch die Begriffe des U-Wertes und des g-Wertes auf. Zu beachten ist, dass sich der U-Wert von der mittleren Auslegungs-Außentemperatur ableitet. Diese wird in Mitteleuropa mit – 10 °C ausgelegt.

Mit dem veranschlagten U-Wert von 0,8W ergibt sich damit selbst in kalten Winternächten eine Fensteroberflächentemperatur von circa 17C. Luftseen am Boden werden minimiert, ebenso das Kältegefühl, das ansonsten in Fensternähe entsteht. Durch die fehlende Kältestrahlung empfindet der Körper die Raumtemperatur als durchgehend angenehm, auch wenn sie gerade aufgrund der Nacht um einige Grade gesunken ist.